Bippen - staatlich anerkannter Erholungsort mit herrlichem Waldgebiet

Wegweiser Bippen

Gemeinde Bippen
Hauptstraße 4
49626 Bippen
Telefon: 05435 955746 oder 05435 840
Telefax: 05435 2671
E-Mail: bippen(at)fuerstenau.de



Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di, Mi und Fr von 08:00 bis 12:00 Uhr
Do von 14:30 bis 17:30 Uhr

Im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform wurden zum 01.07.1972 die ehemals selbständigen Ortschaften Bippen, Dalum, Hartlage, Klein Bokern, Lonnerbecke, Ohrte, Ohrtermersch und Vechtel zur Gemeinde Bippen zusammengeschlossen.

Rd. 2.890 Einwohner leben in Bippen auf einer Fläche von rd. 79 qkm. Bürgermeister der Gemeinde Bippen ist Helmut Tolsdorf.

Die Geschichte
Hochseil- und Klettergarten Kuhlhoff Bippen

Bippen ist ein Ort im Osnabrücker Nordland inmitten einer hügeligen Parklandschaft, die hier besonders durch bewaldete Höhen der Maiburg geprägt wird. Schon die Menschen der Steinzeit schlugen hier ihre Zelte auf. Die ersten Ackerbauern und Viehzüchter errichteten vor 5.000 Jahren die Großsteingräber für die Toten der Sippe. Hinterlassenschaften der Menschen aus mehreren Epochen der Urgeschichte finden wir in und um Bippen als Stein- oder Hügelgräber, aber auch als Kult- oder Opfersteine, wie die Näpfchensteine, das „Dalumer Brotschapp“ und den „Phaolenstein“.

Der Ort selbst ist aus einer kleinen Ansiedlung sächsischer Höfe entstanden, die auf einer Terrasse zwischen dem Esch und der weitläufigen Bachniederung lagen (600 – 700 Chr.). Die Christianisierung durch Missionare der Missionszelle Visbek erfolgte im 8. Jahrhundert. Eine größere Bedeutung bekam dieses Urdorf als bald darauf eine Kirche auf den Gründen des Haupt- und Mühlenhofes errichtet wurde. Urkundlich erwähnt wird die Kirche zu Bippen erstmalig in einem Register über die Einkünfte des Klosters Corvey zur Zeit des Abtes Mark­quart (1081 – 1107). Der älteste Teil der heutigen Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist aus Findlingen auf einer Halbinsel zwischen zwei Bächen errichtet. Ursprünglich um­fasste das Kirchspiel Bippen das Gebiet der heutigen Samtgemeinde Fürstenau mit den Kir­chengemeinden Schwagstorf, Berge, Fürstenau, Grafeld und Hollenstede.

Im Verlauf der Jahrhunderte entwickelten sich Handel, Handwerk und Gewerbe um die Kir­che zum heutigen Dorfkern. Von den 1490 genannten 14 Familiennamen finden wir heute noch 6 vor. Für die Landwirtschaft brachte die Markenteilung, die ab 1821 durchgeführt wurde, einen großen Fortschritt. Es wurden weite Teile des vormals gemeinsam genutzten Ödlandes kultiviert und weitere Heuerstellen eingerichtet, aber auch neue Hofstellen, die so genannten Markkötter, siedelten sich im Dorf an. Durch die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Rheine - Quakenbrück im Jahre 1879 erlangte der Ort eine größere Bedeutung für das Umland, da hier ein Bahnhof gebaut wurde. Landwirt­schaftliche Produkte aller Art, aber auch Kunstdünger, Kohle und Holz wurden hier umge­schlagen. Es folgte 1887 der Bau einer Molkerei und einer Ziegelei. Seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich Bippen zu einem Wohn- und Erholungsort. Wanderwege durchziehen das weitläufige Waldgebiet der Maiburg und die Parklandschaft um das Dorf. Seit 1977 ist Bippen ein staatlich anerkannter Erho­lungsort, der Urlaubern Ruhe und Entspannung in einer weitgehend intakten Natur bietet.

Die alte Kirche mit dem Dorfplatz, der Teichanlage und dem Park am Pastorenhof bilden das Zentrum des Dorfes. In den letzten Jahrzehnten wurden mehrere Baugebiete erschlossen und eine Ferienhaussiedlung ist entstanden. Für Freizeit und Sport stehen eine moderne Reithalle, Sportplätze und ein Freibad zur Verfügung. Für die kulturellen Belange gibt es ein Heimathaus. Das Bildungs- und Informationszentrum für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasser auf dem Kuhlhoff vermittelt Einblicke in die wesentlichen Merkmale dieser Region. Für Touristen ist eine Draisinenfahrt auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke ein besonderes Erlebnis. Neben einem neuen Feuerwehrgerätehaus ist im Gewerbegebiet ein modernes Sägewerk in Betrieb, das Laub- und Nadelhölzer aus den Wäldern der Umgebung zu Bauholz verarbeitet. Trotz alledem hat Bippen seinen dörflichen Charakter bewahrt und bietet den Einwohnern einen überschaubaren Lebensraum, in dem Wohnen, Arbeiten und Freizeit im Einklang sind.

Das Wappen
Wappen Bippen

Von blau und grün durch einen silbernen Balken geteilt; oben zwei silberne Eichenblätter sturzsparrenweise, unten ein silbernes Hünengrab

Der Entwurf geht aus vom Wappen, das Kaiser Rudolf II. am 28. Oktober 1608 den Brüdern Bernhard und Dietrich von Bippen verlieh; in Blau ein silberner Balken

grün:
deutet die waldreiche Umgebung des Ortes an, ebenso die Eichenblätter, die jenes vom Kaiser verliehene Wappen in der Helmzier enthielt

Das Hünengrab symbolisiert das in seiner Art und Größe einmalige Großsteingrab "Hiddekessen" in der Nähe des Ortes.