In der Gegenwart Vergangenes bestaunen

13. Timmerschanze
Wir gehen zurück zum Hohen Tor rechts in die Straße „An den Schanzen“. Die Verlängerung dieser östlichen Querstraße führt zur ehemals zweiten kleineren Erdbastion, die Timmerschanze, umflossen von der Verlängerung des Stadtgrabens.

Wie auch die Rinkenschanze erhielt diese Schanze ihren Namen nach früheren Bewohnern. Die Größe der Schanzanlage an der Nordostseite der Stadt ist durch die heutige Bebauung mit Reihenhäusern noch gut erkennbar.
14. Baderhaus
Vor uns liegt nun die St. Georg-Straße, die frühere nördliche Hinterstraße. An der Ecke St. Georg-Straße/An den Schanzen befindet sich das so genannte Baderhaus.

Das Baderhaus lässt sich als Hausstelle seit 1641 nachweisen. Nach einem Stadtbrand wurde es 1852 neu erbaut. Das in unserer Zeit liebevoll restaurierte Haus war im 17. Jahrhundert das Haus der Bader und Feldscherer - Heilkundige, die äußerlich erkennbare Verletzungen und Krankheiten behandelten. Ärztliche Aufgaben durften sie nicht übernehmen. Außerdem gab es hier ein öffentliches Bad, in dem sie öffentliche Körperpflege betrieben. Aus diesem Grunde hatten die Bader nicht unbedingt einen guten Ruf.

Die Badbetreuung wurde von Frauen ausgeübt. Der erstmals in 1641 erwähnte Bader war Berend van Schemen.

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