In der Gegenwart Vergangenes bestaunen

Stadt- mit Schlossanlage Fürstenau
Natürlich gibt’s auch lebendige Geschichte zu bestaunen. Sie können zum Beispiel in der Stadt Fürstenau auf historischen Pfaden wandeln entlang von besonders sehens- und erwähnenswerten Gebäuden, Plätzen und Straßenzügen.

Die 22 Stationen, die Ihren Weg kreuzen, wurden ausgestattet mit Infotafeln, die anschaulich kleine Geheimnisse lüften und nette Geschichten erzählen. 

Mit Hilfe des Flyers "Fürstenau auf historischen Pfaden" entgeht Ihnen garantiert keine Anekdote, über die Sie auf Ihrer Tour so manches Mal schmunzeln werden. Erhältlich ist der Flyer kostenlos im Touristischen Informationsbüro der Samtgemeinde Fürstenau.

Alternativ können Sie den historischen Pfad virtuell ablaufen. Sie haben die Möglichkeit, die Tour am Pferdemarkt zu beginnen oder gezielt einzelne Stationen auszuwählen:

1.
Pferdemarkt
 12.

2.
Schlossanlage
 13.

6.
 17.
Große Straße (ohne Schild)

1. Pferdemarkt
Wir beginnen unsere Tour auf dem Pferdemarkt.

Der Pferdemarkt, der bis in unsere Zeit seinen Namen trägt, war ein Platz für die verschiedenen Märkte, u. a. die drei Viehmärkte, die die Fürstbischöfe von Osnabrück der Stadt Fürstenau erlaubt hatten. Heute dient er als Parkplatz und Zufahrt zur Burg. Zur Kirmeszeit erwacht er zu seiner alten Marktfunktion.

Von Süden betrat man die Stadt durch das in 1556 errichtete Koppeltor, eines von drei Stadttoren. Es befand sich in Höhe der Informationstafel. Anlass für die Errichtung des Tores war die Zuordnung Settrups zur Kirche von Fürstenau auf fürstbischöfliche Anweisung. 1885 erfolgte der Abbruch des Koppeltores.
2. Schlossanlage
Schlossanlage Fürstenau
Unsere Tour führt uns weiter zur Schlossinsel. Sie ist die Keimzelle Fürstenaus. Das Gebiet der heutigen Stadt Fürstenau lag im 13. Jahrhundert im Hoheitsbereich zweier Herrschaften. Die Niedergrafschaft Tecklenburg beanspruchte es aufgrund alter Gografenrechte (Gerichtsrechte). Der Bischof von Osnabrück besaß hier Jagdrechte, also minderes Recht. Die Gegend war sumpfig und für eine Bewirtschaftung nicht geeignet. Um seine Ansprüche durchzusetzen, baute Fürstbischof Gottfried von Arnsberg 1344/45 ein castrum, einen Festungsturm mit Wohnteil, erhalten in dem auf der Burginsel aufragenden Turm.

Schlossanlage - Skizze
Anfangs bestand die Burg nur aus einem Festungsturm (1) mit einem kleinen Anbau. Bis um 1600 entstanden nach und nach die übrigen Gebäude auf der heutigen Schlossinsel, zunächst der Südflügel (2), der heute die katholische Kirche beherbergt, dann der Nordflügel (3), schließlich der Zwischenflügel (4). Erst 1974 wurde der Westflügel (5) erstellt. Das Amtsgefängnis (6) stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die heutigen Torhäuser (7) dienten seinerzeit als Stallgebäude. Die Burg war im 30-jährigen Krieg zu einer starken Festung mit Wall und Graben sowie Bastionen (8) ausgebaut.


Bereits im 15. Jahrhundert war die Burg Sitz des größten fürstbischöflich osnabrückischen Amtes und Ort der Rechtsprechung.

Erst 1972 wurde das Amtsgericht aufgelöst. Nach Renovierungsarbeiten zog im März 1977 die Verwaltung der neugegründeten Samtgemeinde Fürstenau in das Schloss ein.

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